Katja Evertz

Katja Evertz ist Digital Strategist und Beraterin für digitale Kommunikation, v. a. zu den Themen Social Media, Content-Strategie, Monitoring und Analytics sowie die Vermittlung digitaler Transformation in Organisationen. Als Speaker ist sie zudem regelmäßig auf Konferenzen, Seminaren und BarCamps anzutreffen. Sie twittert unter @katjazwitschert und bloggt ansonsten unter www.monitoringmatcher.de und www.goverbreak.de.
Katja Evertz ist Digital Strategist und Beraterin für digitale Kommunikation, v. a. zu den Themen Social Media, Content-Strategie, Monitoring und Analytics sowie die Vermittlung digitaler Transformation in Organisationen. Als Speaker ist sie zudem regelmäßig auf Konferenzen, Seminaren und BarCamps anzutreffen. Sie twittert unter @katjazwitschert und bloggt ansonsten unter www.monitoringmatcher.de und www.goverbreak.de.
Können heißt nicht müssen.

Können heißt nicht müssen.

Mir schwirrt der Kopf. Der Skandal um Prism und Tempora offenbart auf so vielen Ebenen, wo unser System nicht mehr richtig funktioniert. Wenn ich die Nachrichten lese, bin ich abwechselnd fassungslos, wütend oder möchte gerne meinen Kopf ganz tief in den Sand stecken. (Und ich grabe mich erst wieder aus, wenn alle zur Vernunft gekommen sind.)

Meine Gedanken drehen sich dabei im Kreis: Was soll das eigentlich? Was heißt das für mich? Was kann ich dagegen tun?

Mir schwant, dass es vermutlich nicht reicht, wenn ich mich auf Twitter empöre oder auf Facebook kritische Beiträge teile. Wahrscheinlich hilft es auch nicht, wenn ich jetzt noch darüber blogge. Heute in der S-Bahn hatte ich jedoch einen ganz simplen Gedanken und der muss jetzt raus:

Nur weil man etwas kann, heißt das nicht, dass man es auch tun muss. Das gilt auch für die Überwachung.

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Posted by Katja Evertz in Persönliches
Google+ und die Gewohnheit

Google+ und die Gewohnheit

Meine Beziehung zu Google+ ist geprägt von einer Mischung aus Desinteresse und Unverständnis. Dachte ich jedenfalls, bis ich im April auf dem gpluscamp in Essen war und dort viele spannende Einblicke in Google+ bekommen habe. So viele, dass ich ganz beschwingt mit folgendem Vorsatz nach Hause gefahren bin: Ab jetzt nutze ich viel mehr Google+. Hier kommt mein gpluscamp Rückblick.

Damit war ich nicht allein, wenn man sich die Rückblicke aufs gpluscamp anschaut. Das ist nun drei Monate her. Seitdem habe ich zwar den ein oder anderen Link auf Google+ gepostet, aber im Vergleich zu Facebook und Twitter verbringe ich immer noch keine Zeit auf Google+. Ich glaube, sogar Pinterest nutze ich intensiver. Dabei ist mir völlig klar, dass Google+ viele spannende Features bietet. Und dass es in Deutschland nach Facebook sogar die Nr. 2 der sozialen Netzwerke ist (laut comscore-Ranking vom April 2013). Woran also liegt es, dass ich Google+ nicht nutze? Continue reading →

Posted by Katja Evertz in Persönliches, Social Media

Kontaktanfragen für die Tonne: Die Top-3-Kandidaten

Vielleicht ist es heute zu einfach, LinkedIn Kontaktanfragen zu verschicken: Ein Klick und das System verschickt eine Nachricht. Auch bei XING meist mit einem allgemeinen, nichtssagenden Text: „Ich möchte Sie zu meinem beruflichen Netzwerk hinzufügen.“

Klar, wenn wir uns kennen, z. B. von einem gemeinsamen Projekt oder von Veranstaltungen, dann nehme ich auch eine generische Kontaktanfrage an. Oft genug kommen aber allgemeine Anfragen von Nutzern, die mir noch nie über den Weg gelaufen sind. Ich glaube, einen Gefallen tut sich damit niemand. Ich z. B. frage mich dann jedes Mal: Warum?

Dennoch nehme ich mir einen Moment Zeit und schaue mir das Profil an. Vielleicht entdecke ich, dass wir an der gleichen Uni waren, oder eine andere Verbindung. Wenn ich keine Parallelen finde, nehme ich mir einen weiteren Moment. Ich antworte höflich, mit Stefans Textbaustein, ergänzt mit der Erklärung: „Mir ist leider nicht bewusst, dass wir uns kennen. Sollten Sie einen guten Grund für Ihre Kontaktanfrage haben, dann verraten Sie mir diesen doch bitte.“

Viele reagieren darauf nicht. Ich lehne die Kontaktanfrage dann nach ein paar Tagen ab. Andere wollen dann jedoch um jeden Preis beweisen, warum sie nicht mein Kontakt werden wollen. Dies sind meine drei „Top“-Antworten der letzten Wochen. Continue reading →

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Von Zielen und dem Weg durch den Monitoring-Dschungel

Von Zielen und dem Weg durch den Monitoring-Dschungel

Am 21. und 22. Juni fand in Essen das MonitoringCamp 2013 statt. Rund hundert Teilnehmer haben sich im Unperfekthaus über Social-Media-Monitoring, Tools und Strategien ausgetauscht. Damit war das moca13 etwas kleiner als das moca12 in Hamburg, aber der Stimmung und dem gegenseitigen Austausch war das meinem Empfinden nach eher zuträglich. (Ganz sicher hat auch die generell entspannte Atmosphäre im Unperfekthaus ihren Teil dazu beigetragen.)

Ich hatte viel Spaß und habe auf vieles wieder einmal einen anderen Blick bekommen. Doch vor allem diese drei Dinge habe ich dieses Mal mit nach Hause genommen: Continue reading →

Posted by Katja Evertz in Persönliches
Bitte lesen. Korrektur lesen.

Bitte lesen. Korrektur lesen.

Wir alle machen Fehler beim Schreiben – manchmal absichtlich, manchmal, weil wir es nicht besser wissen, doch meistens, weil wir uns beeilen und Fehler übersehen. Wie ich darauf komme? Ich habe vor Kurzem dieses Bild auf Facebook gesehen: „Keep clam and proofread“ steht darauf. Ich brauchte einen Moment, bis ich den Fehler entdeckt habe. Korrektur lesen hilft.

Passend fand ich es vor allem deshalb, weil ich kurz zuvor einen Blogpost gelesen hatte mit einigen Fehlern drin. Als Leser ärgert es mich, wenn Texte schlampig recherchiert, nicht durchdacht oder schlecht geschrieben sind. Es ärgert mich aber viel mehr, wenn Texte auch noch schlecht redigiert sind. Oder gar nicht. Sie strotzen vor Buchstabendrehern, Tippfehlern und falscher Rechtschreibung. Von falsch gesetzten Kommas ganz zu schweigen. Liest denn niemand mehr Korrektur?

Und wenn ein Autor, Redakteur oder Blogger schon auf die Form so wenig Wert legt, frage ich mich: Wie ist es wohl um die inhaltliche Sorgfalt bestellt?

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Posted by Katja Evertz in Persönliches
Bloggen oder Blechen

Bloggen oder Blechen

Ich wollte wieder regelmäßig bloggen. Weil es mir, damals, während meines Studiums, viel Spaß gemacht und stets geholfen hat, meine Gedanken strukturiert zusammenzufassen. Der Startschuss für meinen Blogging-Neustart ist nach vier Monaten verhallt. Und einen Jobwechsel, zwei Umzüge und zahlreiche Veranstaltungen später ist mein letzter Blogpost inzwischen sechs Wochen alt. So geht das nicht – erst recht nicht weiter mit dem Bloggen.

Deshalb bin ich sehr froh, dass am Montag die Ironblogger Köln offiziell an den Start gegangen sind. Das Grundprinzip lautet: Bloggen oder Blechen. Und zwar fünf Euro in die Ironblogger-Kasse. Wie genau das funktioniert und was mit den gesammelten Strafgebühren passert, hat z. B. Stefan in den Regeln für die Ironblogger Köln zusammengefasst.

Nun hoffe ich, dass die fünf Euro Strafe mir helfen, meinen Schweinehund an eine kürzere Leine zu nehmen – und endlich regelmäßig zu bloggen. Nicht nur zwei, drei Wochen lang, sondern auf Dauer. Sonst wird es teuer. 😉

Regelmäßige Blogposts sind nun natürlich kein Garant für gute Blogposts, aber erstens wird der Schweinehund mit der Routine kleiner. Und zweitens macht Übung bekanntlich den Meister besser.

Außerdem bin ich als Ironblogger auch Teil eines lokalen Blogger-Netzwerks – und befinde mich in Köln in guter Gesellschaft.

In diesem Sinne: Auf die Plätze, fertig, los geht’s mit dem Ironblogging.

Mehr über die Ironblogger Köln unter www.ironbloggerkoeln.de.
Alle deutschen IronBlogger-Gruppen auf www.ironblogger.de.

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Der Moment, als meine Welt stillstand

Aus der Kategorie „Abenteuer, die die Welt nicht braucht“: Mir wurde meine Handtasche gestohlen. Und mit ihr gefühlt mein halbes Leben.

Eins vorweg: Es gibt tausende Dinge, die schlimmer sind. Viel schlimmer. Und bei manchen Nachrichten aus der Welt und meinem Bekanntenkreis bin ich sehr froh, dass mir nur meine Handtasche gestohlen wurde. Dies ist quasi meine Art der Stressbewältigung. 😉

Doch von Anfang an. Continue reading →

Posted by Katja Evertz in Persönliches
Die Schweiz und ich

Die Schweiz und ich

Seit Dezember 2011, also seit fast anderthalb Jahren, wohne und arbeite ich in der Schweiz. Doch meine Tage hier sind gezählt. Und an meinem letzten Arbeitstag überkommt mich die Melancholie.

An einige Dinge habe ich mich bis zum Schluss nicht gewöhnt: die Ladenöffnungszeiten, die Waschküche mit Waschplan und die Schweizer Reglementierungslust. (Zumindest die Ostschweizer sind definitiv die besseren Deutschen. 😉 )

Einige Dinge werden mir jedoch gewaltig fehlen, wenn es nächste Woche zurück nach Deutschland geht. Continue reading →

Posted by Katja Evertz in Persönliches
Es war nicht alles schlecht: Mein #bcruhr6

Es war nicht alles schlecht: Mein #bcruhr6

Im letzten Jahr habe ich mich in BarCamps verliebt. In das Format. Und in die Menschen, die davon überzeugt sind. Nach der Ernüchterung auf dem fbcamp fürchtete ich, meine Liaison habe ein leidenschaftsloses Ende gefunden. Hat sie nicht. Das BarCampRuhr6 (bcruhr) in Essen vor zwei Wochen war der Beweis.

Warum ich erst jetzt mit einem Rückblick komme? Christian de Vries ist Schuld.

Er hat vor Kurzem gemeint, unsere BarCamp-Berichte seien langweilig. Das ist gut. Denn er hat damit recht. (Weil ich bisher keine BarCamp-Berichte geschrieben habe, muss ich mich nicht angesprochen fühlen. 😉 )

Das ist aber auch schlecht. Denn gute Texte brauchen eine Idee und Zeit, diese Idee in Worte zu fassen. Also sitze ich seit zwei Wochen immer wieder an diesem Text, feile an Ideen, suche den roten Faden, mache aus langen Sätze kurze – und werde nicht fertig.

Zu einem BarCamp gehört jedoch, dass man darüber spricht und bloggt. Deshalb gilt eben auch: Done is better than perfect.

In diesem Sinne: Mein Rückblick aufs bcruhr6. Continue reading →

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