21. Januar 2019

Das Netz und die Dinge, die wir lieben

Vorbemerkung: Der letzte Beitrag ist eine Weile her. Mehr als vier Jahre. Etwa so lange nehme ich mir vor, wieder mehr zu bloggen. Etwa so lange habe ich damit keinen Erfolg. Die Gründe dafür waren vielseitig, lagen vor allem darin, dass ich 1) beruflich mehr als ausgelastet bin und 2) zumindest gelegentlich an anderer Stelle gebloggt habe. Ein dritter Grund war, dass ich nach meinem Fokus fürs Bloggen gesucht habe … und das entpuppte sich immer als Sackgasse, weil ich zwar an meinem Blog rumgedacht, aber weiter nicht gebloggt habe. Und auch, weil ich das Gefühl nicht los wurde, dass sich mein Blog nicht auf ein Thema reduzieren lässt. Außerdem war das Teilen über Facebook, Twitter & Co. so viel … bequemer.

Immer häufiger ertappe ich mich aber inzwischen dabei, dass ich dazu kaum Lust habe. Ich bin auch im Social Web immer ruhiger geworden. Das war aber keine Entscheidung für einen „Digital Detox“, sondern eher ein Ausdruck von Digital Boredom. Denn ich vermisse das bunte, wilde Web, in dem die Leidenschaften anderer für mich Inspiration waren. Inzwischen glaube ich: Das Netz war für mich viel mehr social, als es noch nicht von den sozialen Netzwerken dominiert war.

Dieses Web wünsche ich mir zurück.

Ein Netz, das frei ist, offen, uneitel und (ein bisschen) verrückt. In dem Menschen über das sprechen, was sie bewegt, und sich daran erfreuen, dass andere von anderem bewegt werden, ohne sie bekehren oder eines besseren belehren zu wollen.

Deshalb, to make a long Vorbemerkung short: Ich fange bei mir selbst an und werde wieder mehr bloggen – über all die Dinge, die das Netz zu einem schönen Ort machen. Denn wenn ich einen Tweet dazu schreiben kann, kann ich auch einen kurzen Blogpost daraus machen, nicht wahr?

Wenn mich etwas staunen, lachen, weinen oder hachen lässt oder ich meine zwei Cent dazu loswerden möchte, werde ich es hier teilen, anstatt es nur auf Facebook & Co. einem Algorithmen-Nirwana anzuvertrauen.

Ein Blog, das ich liebe

Mein Lieblingsblog der letzten Monate ist übrigens kottke.org, das so wunderbar schnörkellos und unaufgeregt ist und die verrücktesten und tollsten Dinge im Netz aufspürt. <3

Viel Spaß beim Lesen.

Und wenn Ihr Orte im Netz habt, die Ihr liebt, dann freue ich mich über Eure Kommentare dazu.

 

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