Interview mit Heike Schieder zu ihrem Heimat-Filmprojekt

“Heimat bringt etwas zum Klingen.” – Heike Schieder über ihr Filmprojekt

Im letzten Sommer habe ich mich gefragt, was “Heimat” eigentlich ist. Entstanden ist daraus eine Blogparade – mit vielen tollen Beiträgen. Vor Kurzem bekam ich eine E-Mail von Heike Schieder. Sie ist Filmemacherin und arbeitet zur Zeit an den Vorbereitungen für einen ARD-Film über die Sehnsucht nach und der Rückkehr in die Heimat. Für dieses Heimat-Filmporjekt sucht sie Freiwillige, die sie auf dem Weg zurück in ihre Heimat begleiten kann. Ich finde, ihre Idee klingt spannend, und möchte ihr bei ihrer Suche gerne helfen. Deshalb habe ich ihr ein paar Fragen zu ihrer Filmidee gestellt. Hier lest Ihr ihre Antworten zum Heimat-Filmprojekt:

Sie arbeiten an einem Film zum Thema “Heimat”. Wie sind Sie auf die Idee zu diesem Heimat-Filmprojekt gekommen?

Heike Schieder: In meinem Freundeskreis scheiden sich im Moment die Lebenswege: Die einen leben ein Leben weit weg von dem Ort, wo sie aufgewachsen sind. Die anderen, und das ist der Großteil, wollen dorthin zurück, wo sie groß geworden sind, sie ihre Wurzeln haben und wo ihre Familie und viele ihrer Freunde leben. In vielen Gesprächen war herauszuhören, dass es immer die Idee der Heimat ist, die die Leute antreibt. Ich habe mich gefragt: Was steckt hinter dem Gedanken der Heimat, was ist damit verbunden?

Warum gerade das Thema Heimat?

Heimat bringt in jedem etwas zum Klingen. Wenn es gelingt, das aufzuspüren, wird das ein wunderbarer Film.

Was ist Heimat eigentlich für Sie ganz persönlich?

Für mich besteht Heimat in erster Linie aus Gerüchen und Geräuschen: Baggerseeluft, Fliedergeruch und das leise Summen der Motorflugzeuge, das verbinde ich mit Heimat.

Auch lesenswert  Blogparade: Was ist Eure Heimat?

Für Ihr Heimat-Filmprojekt suchen Sie Menschen, die Sie bei der Heimatsuche begleiten wollen. Wen suchen Sie da konkret?

Ich suche Paare für eine ARD-Reportage, die vor Jahren bewusst aus ihrem Heimatdorf/-ort weggegangen sind, jetzt (evtl. mit Kindern) aber große Sehnsucht verspüren und wo einer der beiden zurückmöchte in sein Heimatdorf, der andere aber skeptisch ist.

Wie muss ich mir das dann vorstellen, wenn Sie die Freiwilligen begleiten? Was kommt auf diejenigen zu, die bei Ihrem Film mitmachen wollen?

Es soll eine Langzeitdokumentation werden, was bedeutet, dass ich mit einem kleinen Team (2 Leuten) über einen Zeitraum von etwa 6-8 Monaten immer mal wieder für einen Tag die Paare/Familien begleite, insgesamt aber maximal 5-6 Mal. Dabei richten wir uns natürlich nach den Ereignissen der Paare, die wir immer dann besuchen würden, wenn etwas ansteht (Reise in die Heimat, Pläne für einen Umzug, Suche nach einem neuen Grundstück/Haus etc.). Natürlich gibt es auch eine Aufwandsentschädigung.


Wenn Ihr das Heimat-Filmprojekt unterstützen wollt oder ein Paar kennt, das dazu vielleicht Lust hat, könnt Ihr Euch an Heike Schieder direkt wenden. Ein Kommentar hier im Blog oder eine E-Mail an mich genügt und ich lasse Euch gerne ihre Kontaktdaten zukommen. 🙂

Ich bin jedenfalls schon jetzt sehr gespannt, was aus der Filmidee wird – und werde sie weiter verfolgen. Natürlich auch hier im Blog. 😉

Weiterlesen