Unterwegs auf Reisen: Ein Blogstöckchen

Vom Reisen – ein Blogstöckchen über das Unterwegs-Sein

Ich bin wahnsinnig gerne unterwegs auf Reisen. Wie viele andere habe ich auch einmal gedacht, dass es toll wäre, wenn ich einfach nur um die Welt reisen und davon leben könnte. 2011 war ich dann mit meiner Schwester drei Monate lang auf einem Roadtrip quer durch die USA unterwegs. Wir hatten sogar ein Reiseblog.

Nach drei Tagen wurde mir jedoch klar: Entweder ich verbringe die Hälfte der Zeit damit, über unsere Erlebnisse zu bloggen. Oder ich verbringe die gesamte Zeit damit, unsere Reise zu erleben und zu genießen.

Es hat deshalb gerade so zu einer Facebook-Seite und vielen Fotos auf Flickr gereicht. Meine Reisebloggerkarriere habe ich irgendwo zwischen San Francisco und dem Yosemite National Park begraben … aber dafür hatten wir eine absolut unvergessliche Reise. 🙂

Carolin Hinz hat mir vor Kurzem ein Blogstöckchen zugeworfen, bei dem es ums Reisen geht. Hier sind meine Antworten. 🙂

Wie oft im Jahr bist du unterwegs auf Reisen, privat und geschäftlich?

Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich das mal sage, denn ich bin sehr gerne auf Reisen, aber die Antwort ist: Zu oft.

Seit ein paar Jahren bin ich immer häufiger unterwegs, wobei inzwischen viele Reisen davon dienstlich bzw. zu BarCamps (und damit nie rein privat) sind. Ich mag das immer noch, aber bei diesen Reisen geht es weniger um die Reise an sich, was eigentlich schade ist. Zeit, einen Ort zu entdecken bleibt so viel zu selten. (Dafür lernt man viele andere Dinge, aber das hat für mich eben weniger mit Reisen zu tun.)

Allein, zu zweit oder in der Gruppe – Wie reist du am liebsten?

Gruppenreisen bin ich eher skeptisch gegenüber. Ich reise am liebsten mit meiner Familie oder mit ein paar guten Freunden. Ich bin aber auch gern allein unterwegs. Wandern zum Beispiel finde ich allein herrlich, wenn ich tagsüber ganz für mich sein kann. Nur abends habe ich dann gerne wieder Menschen um mich. Auch in Museen bin ich lieber allein, weil ich mir dann die Zeit nehmen kann, die ich brauche. Da sitze ich dann auch mal zwanzig Minuten vor einem Gemälde und lasse es einfach auf mit wirken.

Liest du Reiseblogs – warum, warum nicht?

Ab und an. Ich freue mich, wenn ich einen guten Text lesen kann, aber dann bekomme ich oft direkt Fernweh und will da auch hin. Oft sind mir Einträge in Reiseblogs aber zu lang und zu breit gefasst. Und wenn ich den Eindruck gewinne, hier will ein Reiseblogger nur Werbung machen bzw. bezahlten Content platzieren, dann höre ich sofort auf. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.

Lässt du dich durch Bilder – z.B. auf Instagram, Pinterest – auf Reise-Ideen bringen?

Weniger durch Bilder, eher durch Restaurant- und Hotelempfehlungen. TripAdvisor war z. B. unser bester Freund, als wir in den USA unterwegs waren: Wir haben in all der Zeit kein einziges Mal schlecht gegessen. 😉

Welche Mittel nutzt du zur Ideenfindung und Reiseplanung?

Das Internet, ganz klar, aber ich lasse eine Reise auch gerne auf mich zukommen und erkundige mich dann vor Ort im Hotel oder der Tourist-Information, was man Tolles machen kann.

Ich blättere auch gerne in Reiseführern, insbesondere dem Lonely Planet, aber eigentlich auch eher sporadisch. Trotzdem ist mir auf Reisen noch nie langweilig geworden. 😉

Im Urlaub: Camping oder Luxushotel?

Wenn ich die Wahl zwischen diesen beiden habe, dann ganz klar Luxushotel. Camping auf dem Campingplatz ist nicht so meins. Wenn, dann will ich richtig in der Wildnis unterwegs sein – mit meinem Wanderrucksack, einem Zelt und einem Schlafsack. Aber eigentlich mag ich ein festes Dach über dem Kopf schon am liebsten. Das muss dann allerdings nicht sonderlich schick oder nobel sein. Solange es sauber ist, reicht mir auch ein Nullachtfünfzehn-Motel, ein kleines Bed & Breakfast oder auch eine Ferienwohnung, in der wir selbst kochen können. Luxus hat für mich nämlich weniger mit Sternen zu tun, sondern auch ganz viel mit Freiheit.

Was muss ein Hotel auf einer Geschäftsreise für dich unbedingt anbieten?

WLAN, natürlich! Und das kostenlos und uneingeschränkt. (Mal ehrlich, was soll ich denn mit 100 MB für die Dauer eines Aufenthalts? 😉 )

Und ein gutes Frühstück finde ich auf Geschäftsreisen auch nicht verkehrt.

Welcher Ort hat dich bisher am meisten beeindruckt?

Diese Frage finde ich extrem schwer zu beantworten. Ich glaube. diesen Ort gibt es nicht. Als meine Schwester und ich durch die USA gereist, hatte jeder Ort etwas Besonderes: Mal war es die Natur, mal die Geschichte und mal die Menschen. Diese Reise war bisher die für mich schönste, aber das liegt auch daran, dass wir ganze drei Monate Zeit hatten, in denen wir uns über nichts anderes Gedanken machen konnten und mussten als über unsere Reise.

Wenn ich so darüber nachdenke, ist die Antwort auf diese Frage vielleicht aber: Vancouver. Als ich das erste Mal dort war, habe ich mich unendlich in diese Stadt verliebt. So sehr, dass ich am liebsten dort geblieben wäre. Das ist inzwischen allerdings über fünfzehn Jahre her. Ich glaube, dass ich es dort heute immer noch wunderschön finden würde … aber ob mich die Stadt noch einmal so in ihren Bann ziehen würde?

Welchen Ort musst du so schnell nicht wiedersehen?

An Philadelphia und Baltimore habe ich nicht ganz so gute Erinnerungen, aber eigentlich wäre das umso mehr ein Grund, die Städte noch einmal – ganz unvoreingenommen – zu besuchen, oder?

Wenn du die Möglichkeit hättest, den Job loszulassen und auszuwandern, wohin wäre das?

Ich glaube, ich würde nicht auswandern, sondern einfach um die Welt reisen – und jedes Land für mich entdecken.

Ansonsten würde ich inzwischen aber vermutlich nicht einmal mehr auswandern wollen, sondern mit meinem Mann in ein schönes Häuschen im Grünen – mit einem großen Garten (für ein paar Obstbäume, Gemüsebeete und ganz viele Kräuter) und mit einem großen Grill! – ziehen. 😉

Gib’ mir ein Foto: Welches ist für dich dein absolutes Lieblingsbild, das du auf einer Reise gemacht hast?

Unterwegs auf Reisen: White Sands National Monument
Einer der schönsten Orte, die ich je gesehen habe: Das White Sands National Monument in den USA.
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