Buchempfehlung für den digitalen Wandel

Leseempfehlung für die digitale Zukunft

Wir sind frisch zurück vom ersten Barcamp Düsseldorf. In vielen Sessions wurde dieses Mal die Frage gestellt: „Quo vadis?“ Ob es jetzt ums Monitoring ging, um Journalismus oder die digitale Entwicklung insgesamt – die Frage, wohin die Entwicklung führt oder führen sollte/könnte beschäftigt uns offensichtlich. Auch in der letzten Session, die ich heute besucht habe, ging es darum, was der digitale Wandel bedeutet und für die Zukunft bringt. Frank Stratmann hat über das „Rationalitätsmodell Vernetzung“ gesprochen – quasi eine Meta-Meta-Betrachtung des Web 2.0. Ich bin mir noch nicht sicher, wie gut ich das Modell verstanden habe … oder wie sinnvoll ich es als Erklärungsmodell finde. In unserer Diskussion während der Session hatte ich jedoch einige Bücher erwähnt, die ich im Kontext von Social Web und digitaler Entwicklung extrem spannend finde. Ich hatte versprochen, meine Buchempfehlung für den digitalen Wandel noch einmal zu teilen. Und verrate hier auch gleich noch, warum ich definitiv empfehlen kann, diese Bücher zu lesen:

1. Buchempfehlung für den digitalen Wandel

In „Thinking Fast and Slow“ betrachtet der Psychologe Daniel Kahnemann (auf deutsch: „Schnelles Denken, Langsames Denken“) die Art, wie wir denken und Entscheidungen treffen – anhand vieler konkreter Beispiele und Studien. Unterhaltsam und sehr kurzweilig geschrieben, ist dieses Buch ein echtes Lesevergnügen. Und liefert so ganz nebenbei die Erklärung dafür, warum z. B. Werbung und Propaganda so gut funktionieren. Und bietet auch ein Erklärungsmodell für das Geheimnis von Social Media.

2. Buchempfehlung für den digitalen Wandel

„Presence: Human Purpose and the Field of the Future“ von Peter Senge und Otto Scharmer wurde mir während eines Weiterbildungsstudiums empfohlen. Erst hielt ich es für esoterisch-angehauchte Zeitverschwendung, aber das Buch beleuchtet in kurzen Episoden und Interviews, wie wir lernen, wie Organisationen funktionieren – und wie der Wandel von Organisationskultur und die Entwicklung von Prozessen gelingen kann.

3. Buchempfehlung für den digitalen Wandel

„The Singularity Is Near“ von Ray Kurzweil lese ich gerade noch – aber immer nur in kleinen Dosen. Weil Kurzweil, gerne als Futurist bezeichnet, die technische Entwicklung prognostiziert. Und die ist schwindelerregend und klingt über weite Teile wie Science Fiction – klingt aber eben durchaus denkbar. Behält Kurzweil auch nur mit der Hälfte recht, dann werden wir in dreißig Jahren darüber lachen, wie naiv wir das Internet gesehen haben. Und wenn man ihn so liest, fragt man sich, wann die Politik endlich aus ihrem digitalen Dornröschenschlaf erwacht und anstatt im Klein-klein über Leistungsschutzrecht oder Datenschutz zu debattieren, endlich die großen Themen betrachtet: Big Data, digitale Infrastruktur, Nanotechnologie und und und.

Habt Ihr weitere Empfehlungen? Dann freue ich mich über Eure Kommentare.

Und mein Rückblick aufs Barcamp Düsseldorf folgt, wenn ich meine Gedanken ein bisschen besser sortiert habe. Auf jeden Fall schon jetzt ein Riesendank den Organisatoren, den tollen Teilnehmern und natürlich den Sponsoren RP Online, simyo, DocMorris, seitwert, circIT und mixxt. Danke Euch allen für zwei spannende und einsichtsreiche Tage. 🙂

2 thoughts on “Leseempfehlung für die digitale Zukunft

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *