Blog-Geburtstag

Quasi ein Blog-Geburtstag. Und was ich bei den IronBloggern gelernt habe.

Vor ziemlich genau acht Jahren habe ich mit dem Bloggen angefangen. Jedenfalls zum ersten Mal. Auch wenn sich seither viel verändert hat – heite ist quasi mein Blog-Geburtstag.

Ein Freund hatte mir 2005 ein WordPress-Blog unter katja.acrossawire.org eingerichtet. Ich war begeistert und während meines Studiums zwei Jahre sehr fleißig, mit mehreren Beiträgen pro Woche. Als ich meinen ersten Job bekam, habe ich das Bloggen noch eine Weile weiter verfolgt. Doch mit der Zeit bloggte ich immer weniger.

Ende 2010 habe ich noch einmal Posterous ausprobiert und zum zweiten Mal das Bloggen versucht. Das gab mir ein paar Wochen lang neuen Elan. Doch auch der hielt nicht lange, so dass ich mit der Zeit immer seltener gebloggt habe. (Vielleicht bin ich damit indirekt mitschuldig für das Aus von Posterous. 😉 )

Wer rastet, der rostet ja bekanntlich. Das gilt bei mir offensichtlich auch fürs Schreiben. Gründe fürs Nicht-Bloggen hatte ich viele – Familie, Freunde, Job, Konzerte, Reisen – aber doch vor allem einen: Je seltener ich schrieb, umso schwerer wurde es. Und je schwerer es wurde, umso weniger Lust hatte ich noch darauf.

Weitere Versuche, das Bloggen wieder anzufangen, sind allesamt kläglich gescheitert. So habe ich es über ein Jahr lang in der Schweiz nicht geschafft, endlich wieder zu bloggen. Obwohl ich dort ganz sicher genügend Themen gehabt hätte. Und Ideen hatte ich auch. Aber meine Schreibversuche waren so mühsam, dass ich es jedes Mal schnell wieder aufgab.

Dabei habe ich das Bloggen während meines Studiums wirklich geliebt und ganze Abende lang geschrieben. Und es war mir egal, dass ich höchstens mal drei Leser pro Woche hatte. Ich schrieb für mich und hatte dabei einen Riesenspaß.

Keine Ausreden mehr

In diesem Jahr gab es dann endlich keine Ausreden mehr. Hier habe ich meinen dritten Blogstart hingelegt und mit den IronBloggern Köln habe endlich auch einen Ansporn. Dabei sind die fünf Euro, die es kostet, wenn ich „faul“ bin, eher symbolisch. Viel wichtiger bei den IronBloggern ist für mich nämlich das Gefühl: Ich habe es geschafft. Ich habe wieder meinen inneren Schweinhund besiegt, mir Gedanken gemacht und einen neuen Beitrag geschrieben.

In dreieinhalb Monaten bei den IronBloggern Köln habe ich nur einen Blogpost geschwänzt. Und das schlicht und ergreifend, weil ich es vergessen hatte. Doch selbst im Urlaub und nach unserer Hochzeit habe ich gebloggt. Natürlich fast immer auf den letzten Drücker. Aber immerhin: Ich habe gebloggt. Und kann jetzt endlich sagen: Ich blogge wieder. Umso schöner ist deshalb dieser Blog-Geburtstag. 🙂

Und was bringt das jetzt?

Diese Frage hört man ja oft, wenn es um die IronBlogger geht. Da schwingt immer auch der Vorwurf mit, dass dadurch zwar viele Blogposts entstehen, aber nicht unbedingt gute. Wenn ich mir allerdings meine eigenen Beiträge anschaue und die Posts der anderen Kölner IronBlogger, dann sind da jede Woche viele lesenswerte Beiträge, spannende Ideen und sehr gute Texte dabei.

Ich habe durch das regelmäßige Bloggen jedenfalls einige Dinge gelernt bzw. für mich wiederentdeckt und möchte die IronBlogger dafür nicht mehr missen:

  • Ich blogge endlich wieder – und das gerne. 🙂
  • Es gibt Sonntage, da habe ich zwar keine Idee und keine Lust – so wie heute – aber ich setze mich dann trotzdem hin. Denn Ausreden gibt es nicht. Und irgendwie geht es dann doch. Und am Ende steht jedes Mal ein Text, mit dem ich zufrieden bin.
  • Ohne die IronBlogger hätte es schließlich auch keine Heimat-Blogparade gegeben. Oder keine Tipps für Podcasts und Blogs.
  • Inzwischen gehen mir meine Beiträge wieder wesentlich leichter von der Hand. Es bringt eben schon etwas, einfach regelmäßig zu schreiben.

Denn schlechte Blogposts kann man auch ganz ohne IronBlogger schreiben. Gutes Schreiben hingegen braucht Übung. Und für ein regelmäßiges Schreibtraining sind die IronBlogger in meinen Augen genau der richtige Anreiz. Sie sind sowas wie meine Blogging-Laufgruppe.

Und jetzt: Auf geht’s in die nächsten acht Jahre!

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