On the Road: Warum ich das Reisen mag

Warum ich gerne unterwegs bin

Vor Kurzem habe ich Yvonne Zagmanns Blogbeitrag „Warum ich eigentlich das eigentliche Reisen nicht mag“ gelesen – und festgestellt, dass es mir ganz anders geht: Ich bin sehr gerne unterwegs.

Eine Reise beginnt für mich nicht erst, wenn ich am Zielort ankomme, sondern spätestens, wenn ich anfange, meinen Koffer zu packen. Auch Hin- und Rückreise sind für mich Teil eines Urlaubs und ich weiß nicht, wann ich das Reisen an sich zuletzt stressig fand.

Klar, im Alltag schimpfe ich auch ab und an auf die Bahn und den ÖPNV. Oder früher auf die Autofahrer, die überfüllten Straßen, die schlechten Autobahntoiletten … aber selbst die Wochenendreisen zu meinen Eltern (während meiner Zeit in Darmstadt mind. fünfeinhalb Stunden one-way) haben mir meistens Spaß gemacht. Jedenfalls, nachdem ich für mich beschlossen hatte, mich nicht mehr von den Dingen stressen zu lassen, die ich ohnehin nicht kontrollieren oder beeinflussen kann. Stress ist eben zu einem nicht unerheblichen Teil auch Kopfsache.

Wenn es also einen Stau gibt, drehe ich das Radio lauter und singe mit. Wenn die Bahn mich warten lässt, gönne ich mir einen Kaffee, greife zum Buch oder habe Spaß auf Twitter. Damit wird auch das Unterwegssein erträglicher und manchmal sogar ein wenig besonders. Weil ich dann eben Dinge tue, die ich sonst nicht tue.

Und eine Reise dauert nun einmal so lange, wie sie dauert. Davon kann ich mich ärgern lassen und komme dann total gestresst an. Oder ich mache das Beste aus den widrigen Umständen und bin entspannt, wenn ich ankomme.

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Pläne mache ich allerdings nur selten für das Unterwegssein. Denn es kommt sowieso immer anders und Zeit und Ruhe zum Arbeiten findet man garantiert nie, wenn man sie braucht. Dafür aber durchaus Zeit zum Lesen, Musikhören, Gedankenverloren aus dem Fenster schauen …

So sind Hin- und Rückweg kein notwendiges Übel, sondern ein Teil der großen Reise, auf dem es manches zu entdecken gibt. Guten Kaffee zum Beispiel. Oder schöne Aussichten. Und manchmal auch tolle Gespräche.

Müde bin ich mitunter natürlich trotzdem, wenn ich ankomme. So wie heute nach neun Stunden Autofahrt. Die waren jedoch gespickt mit schönen Pausen, guter Musik, tollen Unterhaltungen, einem kurzen Nickerchen auf dem Beifahrersitz, schönen Landschaften und und und …

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Reisen – von Anfang bis Ende. 😉

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4 thoughts on “Warum ich gerne unterwegs bin

  1. Mir gefällt Deine Einstellung zum Reisen sehr gut und ich finde auch, dass man aus dem Unvermeidbaren, das Beste machen sollte (kann man als Lebenseinstellung betrachten :)). Ich reise auch viel geschäftlich und freue mich jedesmal darauf. Bei meinen Urlauben mit meiner besseren Hälfte sind wir ständig unterwegs und bleiben mit unserem Camper nur an einem Ort, wenn das Wetter zum Fliegen passt. Mit dabei sind immer jede Menge Musik, Hörspiele und Kaffee-/Picknickpausen. Der Weg ist das Ziel, wie es so schön heißt 🙂

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