Lagerfeuer beim bcruhr

Es war nicht alles schlecht: Mein #bcruhr6

Im letzten Jahr habe ich mich in BarCamps verliebt. In das Format. Und in die Menschen, die davon überzeugt sind. Nach der Ernüchterung auf dem fbcamp fürchtete ich, meine Liaison habe ein leidenschaftsloses Ende gefunden. Hat sie nicht. Das BarCampRuhr6 (bcruhr) in Essen vor zwei Wochen war der Beweis.

Warum ich erst jetzt mit einem Rückblick komme? Christian de Vries ist Schuld.

Er hat vor Kurzem gemeint, unsere BarCamp-Berichte seien langweilig. Das ist gut. Denn er hat damit recht. (Weil ich bisher keine BarCamp-Berichte geschrieben habe, muss ich mich nicht angesprochen fühlen. 😉 )

Das ist aber auch schlecht. Denn gute Texte brauchen eine Idee und Zeit, diese Idee in Worte zu fassen. Also sitze ich seit zwei Wochen immer wieder an diesem Text, feile an Ideen, suche den roten Faden, mache aus langen Sätze kurze – und werde nicht fertig.

Zu einem BarCamp gehört jedoch, dass man darüber spricht und bloggt. Deshalb gilt eben auch: Done is better than perfect.

In diesem Sinne: Mein Rückblick aufs bcruhr6.

BarCamp mit Herz und Seele

Es sind viele Kleinigkeiten, die das BarCampRuhr besonders machen:
Die Location, das Unperfekthaus, hat viel Charakter, viel Seele. Man fühlt sich sofort willkommen. In seinen Winkeln und Ecken gibt es viel zu entdecken: Künstler schaffen an ihren Werken. Kinder malen und basteln. Kleine Gruppen arbeiten an ihren kleinen Projekten. Manche kommen nur fürs Essen. Und mittendrin wir, die knapp 200 BarCamper, mit Namensschildern um den Hals – und alle anderen fragen sich, was wir wohl dort treiben. Manchmal verläuft man sich im UPH, rennt das Treppenhaus hinunter und stellt fest: Da ruft das unglaublich leckere Buffett gerade nach mir.

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Das gute Essen, rund um die Uhr, ist noch so eine Kleinigkeit. Es trägt viel dazu bei, dass das bcruhr so gesellig wird.

Dann sind da natürlich die Teilnehmer. Jeder ist froh, ein Ticket ergattert zu haben – und sei es über die Ticketbörse am Tag vor dem BarCamp. Jeder kennt jeden – aus der Region, vom bcruhr1-5, von anderen BarCamps.

Von der Vorstellungsrunde bis zur Abschlussession fühlt sich das BarCampRuhr an wie ein großes Familientreffen – mit viel Freude übers Wiedersehen, mit viel Herz und vielen Hugs.

Im Westen kaum Neues

Kommen wir mal kurz zum Inhalt: Ich habe keine bahnbrechenden Erkenntnisse auf dem bcruhr6 gewonnen. Dafür habe ich viele Kleinigkeiten mitgenommen, die meinen Blick geschärft haben. Meine Highlights waren

Und natürlich die Gespräche und Diskussionen während, zwischen und statt der Sessions. So war ich auf dem bcruhr6 wieder unter vielen Gleichgesinnten.

Das ist es dann auch, was die meisten BarCamps für mich so besonders macht: Es geht nicht nur darum, Zuhörer zu sein (wie auf einer Konferenz). Auf einem BarCamp kann ich meine eigenen Ideen und Gedanken zur Diskussion stellen und mich ununterbrochen mit anderen austauschen – und dabei so viel lernen, gemeinsam mit allen anderen.

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Deshalb das Wichtigste:

Danke!
Danke an Euch Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Für Eure Ideen und Gedanken. Und dafür, dass Ihr bereit seid, diese zu teilen und zu diskutieren.

Danke an die Sponsoren, ohne die ein BarCamp nicht möglich wäre.

Danke an das Unperfekthaus für seinen umwerfenden Charme und das gute Essen. (Danke auch für die zwei Kilo, die ich jetzt zusätzlich mit mir rumtrage. 😉 )

Und vor allem danke an Stefan. Denn jede gute Familie braucht jemanden, der sie zusammenhält.

Danke. Es war ein tolles Wochenende voller spannender Vorträge, neuer Ideen und dem Gefühl, bei etwas Besonderem dabei zu sein. Und genau deshalb liebe ich BarCamps.

Was nach dem bcruhr bleibt, ist der Blues – und dann die Vorfreude

Während ich im Flugzeug von Düsseldorf nach Zürich sitze (ja, der Text hat etwas gedauert), werde ich melancholisch. Der Post-BarCamp-Blues legt sich auf mein Gemüt und ich wünsche mich zurück ins Unperfekthaus.

Wie gut, dass dort schon bald das gpluscamp stattfindet. Und auch ein bcruhr7 wird es geben. 🙂

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