Bei uns heißt es: Officer

Social Media Officer an der HSG

„Was mache ich eigentlich den ganzen Tag?“ – Diese Frage habe ich mir wieder gestellt, als Wibke sie vor Kurzem aufwarf – auch, weil ich eine Nachfolgerin bzw. einen Nachfolger als Social Media Officer suche und damit sicher die eine oder andere Frage beantworten kann.

Ich bin „Web & Social Media Officer“ für die Universität St.Gallen (HSG). Officer? Ja, richtig gelesen: Officer. Andere nennen es Manager oder Spezialist. Bei uns heißt es Officer. Worunter man sich genauso viel wenig vorstellen kann.

Mein Großeltern-Prinzip

Meinen Großeltern und jenen, die Computer und Internet nur aus der Tageszeitung kennen, erkläre ich meine Arbeit so: Ich helfe der Uni dabei, im Internet zu kommunizieren.

Meinen Eltern und jenen, die wenigstens schon einmal selbst im Netz unterwegs waren, sage ich: Ich betreue Facebook und (dann werde ich immer etwas ironisch) andere, ähnlich neumodische Kanäle für die Universität und erkläre meinen Kollegen, was sie sonst noch im Internet anstellen können.

Eine Kurzbeschreibung meines Jobs findet Ihr in der Stellenausschreibung der HSG. Und im letzten Jahr habe ich The Digital Campus (damals noch Swiss Academia and the Social Media Landscape) ein Interview über meine Arbeit gegeben.

Multiple Vielseitige Persönlichkeit gefragt

In meinem Job schlüpfe ich dabei immer wieder in unterschiedliche Rollen:

Als Community Manager recherchiere, plane und veröffentliche ich die Inhalte für die HSG auf Facebook, Twitter und YouTube. Ich beantworte Fragen von Fans und Followers und gehe auf ihr Feedback ein.

Als Social Media Manager koordiniere ich die Umsetzung des Gesamtkonzepts und entwickele es weiter. Ich antworte allen Mitarbeiter der Universität, in Instituten und Schools auf ihre Social-Media-Fragen und unterstütze sie dabei, ihre Ziele im Social Web zu finden – und zu erreichen.

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Als Online-Redakteur redigiere und veröffentliche ich Inhalte auf der Website der HSG, helfe bei ihrer Weiterentwicklung – und schreibe auch selbst etwas.

Als Web-Beobachter behalte ich alle zur Uni gehörenden Profile und Seiten im Blick und versuche, auch das, was über die Uni im Netz geschrieben wird, zu beobachten. Neben der klassischen Medienanalyse, um die sich eine Kollegin kümmert, ist das ohne Social Media Monitoring undenkbar. Außerdem überblicke ich natürlich auch die Entwicklung unserer Kanäle und unserer Website – und probiere dabei jedes Statistik- und Analyse-Tool einmal aus.

Als CMS-Trainer erkläre ich Mitarbeitern, worauf es beim Schreiben im Web ankommt und welche Besonderheiten die Website der HSG hat.

Als SPOC* bin ich Kommunikationsberater für alle Uni-Mitarbeiter und helfe ihnen bei der Suche nach dem richtigen Kanal für ihre Botschaft und ihre Zielgruppe. Man muss ja nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen und eine riesige Facebook-Kampagne planen, kann doch ein gut eingesetzter Newsletter oder ein durchdachter Webauftritt viel effektiver sein. Das versuche ich zu vermitteln. Bei all dem hilft es natürlich, die Uni und interne Prozesse zu kennen.

Und als Weberklärer (das ist die Bezeichnung, die ich für mich am liebsten mag) erkläre ich meinen Kollegen das Internet, wie es heute funktioniert und wie man darin kommuniziert. Denn in meiner Stelle geht es nicht nur darum, dass ich weiß, welche Werkzeuge es gibt und wie man mit ihnen umgeht. Dieses Wissen will und muss ich auch meinen Kollegen vermitteln und bei ihnen ein Verständnis für diese Technologie schaffen – für ihre Möglichkeiten, ihre Gefahren und ihre Grenzen. Ich möchte, dass meine Kollegen nicht nur wissen, wie eine Plattform bedient wird, sondern auch, dass sie ein Gespür dafür bekommen, wie sie funktioniert, wofür sie sich eignet – und ich hoffe, dass dabei auch immer ein bisschen von meiner eigenen Begeisterung auf sie überspringt.

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Neuer Social Media Officer gesucht

Mein Arbeitsplatz als Social Media OfficerDas alles mache ich den ganzen Tag – und ich mag meine Arbeit hier in St.Gallen sehr. (Das hier rechts ist übrigens mein Arbeitsplatz. Wenn er gerade aufgeräumt ist. Was eher selten vorkommt. 😉 )

Ich habe viele spannende Aufgaben, arbeite in einem tollen Team und habe auch sonst viele tolle Kollegen – und jeden Tag diesen umwerfenden Büro-Blick. Gut, das Essen in der Mensa könnte etwas vielseitiger sein (zumindest für mich Vegetarier), aber irgendwas ist ja immer. 😉

Meine Entscheidung, zurück nach Deutschland zu gehen, ist mir deshalb nicht ganz leicht gefallen. Doch es gibt auch dafür gute Gründe, weshalb ich nun meinen Nachfolger als Web & Social Media Officer suche. Bis zum 28. Februar 2013 könnt Ihr Euch auf diese Stelle bewerben – oder die Stellenausschreibung direkt weiterteilen.

Ihr habt noch Fragen zur Stelle? Diese beantworte ich natürlich gern in den Kommentaren und über einen dieser Kanäle.

 

Das ist mein Beitrag zur Blogparade von Wibke Ladwig (aka @sinnundverstand) über neue Berufsbilder und -bezeichnungen „Und was machen Sie so beruflich?“.

 

* SPOC ist übrigens die Abkürzung für Single Point of Contact. 😉

Update (5. April 2013): Hier findet Ihr die aktuelle Stellenausschreibung.

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